Donnerstag, August 03, 2006
Partei für Israel

Eigentlich wollte ich ja in einem späteren Eintrag über meine Haltung in der aktuellen Nahost-Krise berichten. Angesichts diverser Kommentare in meinem letzten Post, sehe ich mich nun aber gezwungen meine Parteiergreifung zugunsten Israels zu präzisieren:
Die Gegner Israels machen keinen Hehl daraus, dass sie das Land am Liebsten von der Weltkarte verschwunden sähen und sein Volk vernichten oder zumindest vertreiben wollen. Entsprechend richten sich ihre Angriffe praktisch ausschliesslich gegen die israelische Zivilbevölkerung.
Israel hingegen möchte grundsätzlich nichts anderes als endlich in Ruhe gelassen zu werden. Die Räumung des Gaza-Streifens hat gezeigt, dass es durchaus auch zu Kompromissen bereit ist. Seine Kampfhandlungen richten sich nicht gegen Unschuldige, sondern gegen Terroristen. Israel bekriegt - entgegen der Behauptungen unserer Aussenministerin - nicht den Libanon, sondern die Hisbollah - eine Organisation von Terroristen. Die zivilen Opfer, die durch die Kampfhandlungen entstanden sind und noch entstehen werden, sind unendlich tragisch und kaum zu rechtfertigen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass diese teilweise auch der Hisbollah selbst zuzuschreiben sind, welche die libanesische Zivilbevölkerung bewusst als menschliche Schutzschilder missbraucht. Auch dies ein verabscheuenswertes, höchst terroristisches Gebaren.
Wenn ich mich - Neutralität hin oder her - hier also öffentlich auf die Seite Israels stelle, dann unterstütze ich damit nicht ein Land, das ein anderes Volk oder eine andere Religion (Islam?) auslöschen will, sondern ein Land, das einen Krieg gegen Terroristen führt! Im Gegensatz zum extremistischen Teil seiner Gegner, hat Israel den Palästinensern, Libanesen, Iranern oder überhaupt den Muslimen, niemals ihre Daseinsberechtigung oder deren grundsätzliches Recht auf einen eigenen Staat abgesprochen. Dasselbe dürfte man zumindest im Grundsatz auch von seinen Gegnern erwarten. Ein Frieden im Nahen Osten wäre dann nicht mehr ganz so utopisch.
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