Freitag, September 29, 2006

 

Warum ich die (liberale) Weltwoche liebe...


...weil man in ihr Sätze liest wie die folgenden (alle zitierten Stellen stammen aus der aktuellen Ausgabe):

"Wie hier Staatsgelder vergeben werden, könnte in einem Lehrbuch für Vetternwirtschaft stehen."

"(...) Der Ablauf ist typisch für unsere Staatsschizophrenie. Auf der einen Seite jammert man über das Wachstum der Staatsquote und beschliesst Programme zum Abbau der Regeldichte und Entschlackung der Verwaltung. Auf der anderen Seite entdeckt man ständig neue Möglichkeiten der Staatsintervention aus dem Kanon des 'nice to have'."

"Es ist das die alte Manie unserer Etatisten: Wo drei tätig sind, braucht es einen vierten als Koordinator (und Geldverteiler)."

"Es ist ein Wesensmerkmal der Linken, dass sie alles besser wissen, aber selten besser machen."

Äusserungen wie diese - so sagen es die Linken - machen die Weltwoche zu einem "Kampfblatt der SVP". Sie liegen falsch. Die Weltwoche ist nicht das Kampfblatt der SVP, auch nicht jenes der FDP. Sie ist vielmehr das Kampfblatt einer Partei, welche es in diesem Land gar nicht gibt: einer wirklich liberalen Partei. Sowohl gesellschafts- als auch wirtschaftspolitisch liberal (wenn denn diese Differenzierung überhaupt möglich ist). Liberales Gedankengut in seiner reinsten Form! Diesen Ansprüchen mögen die FDP und bisweilen auch die SVP am nächsten kommen - eine eigentlich liberale Partei gibt es in diesem Land aber leider nicht.

Eine Zeitung, welche sich dieses Credo auf ihre Fahnen schreibt, kann gar nicht anders als immer und immer wieder auf Linke und Etatisten (übrigens auch auf solche in den Reihen von FDP oder SVP) einzudreschen. Ihnen "verdanken" wir die grössten innenpolitischen Probleme der Schweiz: die im internationalen Vergleich nur langsam wachsende Wirtschaft, der bedrohlich wachsende Verwaltungsapparat, die zunehmende Staatsverschuldung, der immer grössere Anteil der "sozialen Wohlfahrt" an den staatlichen Ausgaben, die stetig wachsende Zahl jener Leute, welche in irgendeiner Form Leistungen vom Staat beziehen, ja selbst die gravierenden migrationsbedingten Probleme dieses Landes: Wann kapieren die Linken endlich, dass wir nicht jeden der Abermillionen von auswanderungswilligen Menschen dieses Planeten bei uns aufnehmen können, dass man aber jene, die man aufnehmen kann und muss, nicht durch staatlich verordnete Programme (Diskussionsnachmittage, Beratungsstellen, Social-Events usw.) integrieren kann, sondern schlicht und einfach indem man ihnen Arbeit gibt?! (Beweis: die erfolgreiche Integration hunderttausender Italiener in der Schweiz.) Arbeit aber erhalten sie am ehesten in einem wirtschaftsfreundlichen - eben liberalen - Umfeld, in welchem harte Arbeit, Selbstverantwortung und Eigeninitiative auch belohnt wird...

Nicht zuletzt liebe ich die Weltwoche aber auch deshalb, weil sie so erfrischend politisch inkorrekt ist. So finden sich darin Sätze, welche man in den hier auch schon getadelten politisch korrekten Tageszeitungen niemals, aber auch gar niemals so lesen würde:

"53 Prozent aller Tötungsdelikte im Jahr 2005 in der Schweiz wurde mutmasslich von Ausländern verübt, 84 Prozent aller Vergewaltigungen, 55 Prozent aller Raubüberfälle. Eine aktuelle Statistik der Stadt Zürich ergab, dass von 1000 registrierten Fällen von häuslicher Gewalt 65 Prozent auf das Konto von ausländischen Tatverdächtigen ging."

Wenn es darum geht, Heuchler zu entlarven nimmt sie kein Blatt vor den Mund:

"Markus Rauh, der in der Asyl- und Ausländer-Debatte die Tränen aus den Drüsen der Zuhörer drücken wollte, ist ein Abzocker und ein Selbstbediener, ein Vertuscher, nachweislich ein Lügner, womöglich gar ein Straftäter."

Auch liebe ich die Weltwoche für ihren erfrischend komischen (dem jeweiligen Inhalt dadurch aber einen enormen Legitimitätsanspruch verleihenden) Zynismus. Dieser kulminiert häufig schon in den fettgedruckten Leads zu den Artikeln. Diesbezüglich liest man dann etwa das Folgende:

"In Berlin setzte die Oper ihr Mozart-Singspiel ab. Eine Szene hätte Muslime beleidigen können."

"Das einstige Gütesiegel 'NFP' ist nur noch ein Feigenblatt für Inkompetenz."

"Seine Frau litt damals unter einer schmerzhaften Krankheit, er fühlte sich sexuell frustriert und 'allein'. So allein aber dann doch nicht, er suchte regelmässig Prostituierte auf."

Und zu guter letzt liebe ich die Weltwoche, weil sie mich einen Traum träumen lässt: den Traum, dass es unter den jungen Intellektuellen eines Tages nicht mehr als selbstverständlich und als cool gelten wird, dass man politisch links tickt. Weist doch die Weltwoche immer und immer wieder überzeugend darauf hin, wie antiquiert das linke Gedankengut im Grunde ist und dass die konservativen Verhinderer in diesem Land heute nicht mehr unter den Bürgerlichen, sondern im linken Spektrum zu suchen und zu finden sind...

Sonntag, September 24, 2006

 

Abstimmungswochenende - Schlappe für Linke (und) Medien

Wow, welch' ein erfreuliches Abstimmungswochenende! Lange ist es her, dass der Souverän zum letzten Mal genau so wollte wie ich wohl wollte... Nach den aktuellen Hochrechnungen dürften je rund 70% der Bevölkerung sowohl das Ausländer-, als auch das Asylgesetz angenommen haben! Dazu kommt - und darüber freue ich mich fast noch mehr - eine komfortable Ablehnung (ca. 60%) der wirklichkeitsfremden, die Unabhängigkeit der Nationalbank gefährdenden KOSA-Initiative.

Das Ganze wirft - wie immer - einige Fragen auf:

Wie kommt es, dass die Ablehnung von Ausländer- und Asylgesetz vor 1 - 2 Monaten in Umfragen bereits in dieser Höhe vorausgesagt worden war, dass aber zum gleichen Zeitpunkt die KOSA-Initiative noch deutlich angenommen worden wäre?! Gemäss dem Mann mit der Fliege (Claude Longchamp, "neutraler", in Wahrheit aber politisch links stehender Politologe und Kommentator beim Schweizer Fernsehen) hätte die Initiative anfangs grosse Sympathien genossen, doch hätte das Volk nach genauen Abrechnungen deren Nachteile überwiegen sehen. Dies dürfte wohl zutreffen: Eine besonders aggressive Kampagne gegen diese Vorlage wäre mir jedenfalls nicht aufgefallen. OK, der Mann mit der Axt prägt sich halt irgendwie schon in die Gemüter ein...

Wie kommt es, dass über 70% der Bevölkerung zwei Vorlagen befürworten, welche von praktisch allen grösseren Printmedien dieses Landes (allen voran einmal mehr die "stärkste Zeitung der Schweiz") zur Ablehnung be.... äh... empfohlen wurde, welche von den Gegnern (insbesondere in der Westschweiz) zur Frage, ob man für oder gegen "Nazi-Blocher" sei, emporstilisiert bzw. degradiert wurde, welche sowohl von verschiedenen Parteien, als auch von Kirchen und kirchlichen Organisationen, von diversen Hilfsorganisationen, von den Gewerkschaften, von Schweizer Musikern (mit der peinlichen CD "Rock down Asylgesetz"), von Kulturschaffenden (mittels "Manifest der 700"), von einem "bürgerlichen Kommitee" und sogar - man lese und staune, wer sich heute in der Schweiz alles in politische Debatten einschaltet - von den Kindern (das glauben ihre linken Eltern ja selber nicht...) zur entschiedenen Ablehnung empfohlen wurde?!

Warum sagen derart viele Leute Ja zu Gesetzen, welche von ihren Gegnern wahlweise als "menschenverachtend", "unmenschlich", "die Flüchtlingskonvention und das Völkerrecht verletzend", "Kinder zu leichter Beute für Menschenhändler machend" (und noch viel Schauerliches mehr) bezeichnet wurden?

Laufen im Kanton Schwyz, wo die Zustimmung mit über 80% am höchsten war, etwa nur noch herz- und gottlose menschenverachtende Barbaren oder Rassisten in den Strassen umher? Oder könnte es nicht einfach sein, dass es vielleicht doch einige objektive, sachliche und gute Argumente für die Annahme dieser Vorlagen gab? Ist es nicht so, dass insbesondere die Kirchen und kirchlichen Organisationen sowie ein grosser Teil der Medien einmal mehr an der "Basis" vorbei politisiert haben? (Ich mag diesen Ausdruck nicht, aber zutreffender könnte man es hier leider kaum umschreiben...).

Fragen über Fragen über Fragen...

Mittwoch, September 20, 2006

 

SMI - Überleben auf dem Dach der Welt!


Vor ziemlich genau 4 Monaten beklagte ich hier die im Rückblick häufig als "Mai-Baisse" bezeichnete Korrektur an den internationalen Finanzmärkten. Innerhalb weniger Tage waren die Gewinne seit Anfang 2006 weggeschmolzen. Am SMI äusserte sich dies mit einem Absturz von rund 8200 auf ca. 7200 Punkte. Ich schloss damals meinen Eintrag mit den folgenden Worten:


"Für die nächsten Tage, Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre gilt jetzt nur noch eins: hold!"

Tja, wer hätte damals ernsthaft daran geglaubt, dass diese Korrektur nach nur 4 Monaten mehr als nur aufgeholt ist?! Heute schloss der SMI mit 8342 Punkten auf einem neuen 6-Jahreshoch. (Damit ist er noch schlappe 150 Pünktchen von seinem ewigen Höchststand vom 21. Juli 1998 entfernt.) Natürlich fragt man sich hier, ob es in dieser schwindelnden Höhe überhaupt noch weiter nach oben gehen kann. Wie immer finden sich auf diese Frage die verschiedensten Expertenmeinungen und am Ende ist man so klug als wie zuvor...

Hier meine ganz persönliche "Expertenprognose": Die Finanzmärkte werden bis Ende Jahr in einem "heissen Herbst" noch einmal mächtig zulegen. Zahlreiche Leitindizes werden dabei bisher nie dagewesene Höchststände erreichen. Den SMI sehe ich per 31.12.2006 auf dem Mt. Everest, d.h. auf ungefähr 8800 Punkten. Ab Frühling 2007 folgt dann die nächste grössere "Korrektur". Der vermutete Auslöser: Die offenkundige Abschwächung der US Konjunktur. Dies alles natürlich nur dann, wenn mir das schwarze (oder auch das gelbe) Gold oder natürlich die Herren Bernanke, Bush, Bin Laden, Ahmadinedschad, Kim Jong-Il, Putin und wie sie alle heissen keinen Strich durch die Rechnung machen. Wie gesagt: so klug als wie zuvor...

Was sind nach der Genesung meine Lehren aus der Mai-Baisse? Nie wieder ein Portfolio ohne Schadensbegrenzung durch Stop-Loss-Orders...

Freitag, September 15, 2006

 

Wochenrückblick seit 9-11


Ja, ich hatte wirklich viel um die Ohren diese Woche. Dies äusserte sich unter anderem auch dadurch, dass die Frequenz meiner Blog-Einträge schon fast auf zgraggen'sche Werte hinabgesunken ist... Das ist umso tragischer, als ich praktisch jeden Tag das Bedürfnis (nur eben nicht die Zeit) gehabt hätte, der Welt Dinge mitzuteilen, die keine Sau interessieren. In etwas komprimierter Form will ich diese Gedanken nun als Wochenrückblick zusammenfassen.

Montag: Mein Nine Eleven
Wie der Ötzel richtig erkannt hat, weiss so ziemlich jeder, was er damals am 11. September 2001 zur betreffenden Zeit gerade getan hat. Meine Wenigkeit war gerade zu Diensten des Vaterlandes in Thun, als sich die Nachricht einem Lauffeuer gleich auf dem Waffenplatz zu verbreiten begann. Kein Witz: mein erster Gedanke, welchen ich den Kameraden auch sogleich mitteilte: "Das war bestimmt Osama Bin Laden!". "Osama wer?" Keine Sau hatte je von ihm gehört. Einen Tag später kannte ihn die ganze Welt... Und woher mein Wissensvorsprung? Nein, nicht wegen seinen vorherigen "Attentätchen" wie etwa dem Anschlag in Yemen. Nein, die Antwort ist viel trivialer: Ich war zu diesem Zeitpunkt ein faszinierter Leser von Romanen aus der Sex&Crime-Reihe "Malko Linge". (Interessierte können sich bei mir melden. Am Kiosk sind die Dinger leider nicht mehr erhältlich...). In den Romanen war Osama - wie auch viele andere real existierende Persönlichkeiten - auch schon vor dem 11. September immer mal wieder aufgetaucht...

Dienstag: Kampf dem Gen-Reis
Eine Welle der Angst erschüttert unser Land. Bei der Migros taucht genmanipulierter Reis auf! Huuuh, ich habe ja solche Angst... Dass genmanipulierte landwirtschaftliche Produkte bei den Amis schon seit längerer Zeit in Massen und ohne Probleme konsumiert werden, scheint hier niemanden zu kümmern. Schliesslich sind sie ja die naiven Amis, während wir moralisch und intellektuell überlegenen Westeuropäer uns der Gefahr bewusst sind und uns entschlossen dagegen wehren... Wo liegt denn - verdammt noch mal - bitte das Problem, wenn sich die Menschen die Gentechnik auch für ihre Nahrungsmittel zu Nutze machen? Unsere Ablehnung gegen alles, was irgendwie mit Genen zu tun hat (so à la: "Da hat's Gene drin, das ess' ich nicht!) erinnert mich an eine Episode aus Neuenegg zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Gemeindeversammlung lehnte damals den Bau einer Transformer-Station ab mit der Begründung ab, dass man dieses böse Geisterzeugs (die Elektrizität) nicht im Dorf haben wolle...

Mittwoch: Eine Lanze für John Rambo
Im Pausengespräch mit meinen Arbeitskollegen muss ich wieder einmal mit einem alten Klischee aufräumen. Der Film "Rambo" gilt dem gemeinen Pöbel als Inbegriff sinnlosen Herumballerns. Dem ist nicht so! Jedenfalls der erste Teil der Trilogie ist von hohem gesellschaftspolitischem Wert. Als einer der ersten Hollywood-Filme wurde darin auf das tragische Schicksal der Vietnam-Veteranen hingewiesen: in einen sinnlosen und grausamen Dschungel-Krieg geschickt, wurden sie "als Dank" nach ihrer Rückkehr vom Volk zu Versagern degradiert, geächtet und verstossen...

Entsprechendes liefert uns auch Wikipedia:

"Durch die Filmfigur wurde die Bezeichnung Rambo zum Synonym für einen brutalen, rohen und gewalttätigen Persönlichkeitstyp. Tatsächlich ist die Figur im Film und in der Buchvorlage differenzierter angelegt als in der Form, in welcher sie in den Volksmund Eingang gefunden hat."

Donnerstag: Mörgeli is back
Am Donnerstag flatterte wie immer die neue WeWo ins Haus. Nach seinen letzten Kolumnen keimte in mir der Verdacht auf, dass Mörgeli allmählich seinen früheren Biss bzw. seine Aggressivität verliert. Weit gefehlt! In jener Ausgabe feuert er wieder einmal eine geballte Ladung Spott, Kritik und Häme ab. Hier ein paar ausgewählte Geschosse: Polo Hofer bezeichnet er als "lebenden Beweis, dass Cannabis nicht unbedingt intelligenter macht". Doris Leuthard wird mit einer "zum Total-Klischee eingedampften Karrierezicke", welche sich "in die Regierung emporgelächelt" hat, gleichgesetzt. Am "Null-Charisma" von Joseph Deiss schliesslich scheitere sogar das Wunderheilmittel Cannabis...

Freitag: Ein kleiner Schritt Richtung Swisscom-Privatisierung
Eine erfreuliche Meldung aus dem Bundesrat aufs Wochenende. Der Bund verkauft Swisscom-Aktien im Wert von über 2 Mrd. Franken und setzt den Betrag für den Schuldenabbau ein. Damit werden zwei Fliegen auf einmal geschlagen: einerseits vollzieht man damit einen (wenn auch nur kleinen) Schritt in Richtung der längst überfälligen (Teil-)Privatisierung der Swisscom, andererseits betreibt man damit aktiv Schuldenabbau. Wenig überraschend, dass die Kritik der linken Nein-Sager nicht lange auf sich warten liess: selbstverständlich ist dadurch der Service public einmal mehr dem sicheren Tod geweiht und der Schuldenabbau befindet sich - wenn überhaupt - ohnehin ganz, ganz weit hinten in der politischen Prioritätenliste der SP...
 

Kampf den Rauchern oder: War against Smoking


Der Effizienz zu Liebe, mach ich's wie der Ötzel und erhebe einen Kommentar von meiner Wenigkeit zu Kollege Zgraggens Raucher-Beitrag zu einem Blog-Eintrag sui generis:

Hey, hey, hey! Der Zgraggen kommt in seinem "massiv frequentierten" Blog auf einmal ganz bissig daher! Endlich Schluss mit Sätzen wie: "Obwohl ich ja eigentlich auch kein Befürworter von X bin, muss ich in diesem Fall für einmal Y trotzdem irgendwie auch Recht geben..."!

Mein Senf zum Inhalt:

"Weil es grundsätzlich keinem Politiker um die Gesundheit der Staatsbürger geht, oder sonst um irgendwelchen moralischen Werte, sondern schlicht um Eigeninteresse und Profilierungsdrang."

Tönt ja gut, trifft aber kaum zu. Vor einem Jahr war der Grosse Rat noch knapp gegen ein Rauchverbot. Heute stimmt er bereits mit 83 zu 58 Stimmen dafür. So viel mehr profilierungssüchtige Politiker nach nur einem Jahr? Wohl kaum... Dieser massive Umschwung lässt sich auch nicht durch den (im Grossen Rat relativ geringen) Linksrutsch erklären. Vielmehr handelt es sich beim Krieg gegen das Rauchen (ähnlich wie beim Krieg gegen den Terrorismus) um ein globales Phänomen US-amerikanischen Ursprungs. Im Gegensatz zur "Terrorismusbekämpfung" haben wir uns hier der Koalition der Willigen angeschlossen...

"Der heutige Jugendliche kann sich also mit 5 CHF keine Zigaretten mehr kaufen, doch dafür umgerechnet etwa 5 Liter Bier, wenn er sich geschickt anstellt."

Ok, Bier und Tabak sind beides weit verbreitete legale Drogen. Damit hat es sich dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Dass ein Raucher auf Entzug sein Verlangen nach Tabak mit Alkohol kompensiert, ist mir neu. Aber vielleicht gibt es dazu ja eine einschlägige Studie...

"Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung Neuenegg"

Noch treffender wären hier die Öffnungszeiten des Polizeipostens von Neuenegg. For more details: einfach den Ötzel fragen... ;-)

Sonntag, September 10, 2006

 

Neulich auf der Greina

Im Jahre des Herrn 1992, in meinem ersten Pfadi-Sommerlager führte uns eine 2-tägige Wanderung auf die berühmte, auf 2200 m ü. M. gelegene Greina-Hochebene. Beim Übernachten entlud sich ein fürchterliches Gewitter über unseren Zelten, welche den Wassermassen nur bedingt standhielten.

Auch wenn ich - was ihre Aktivitäten in der Schweiz betrifft - meistens kein Freund von Umwelt-Organisationen bin, muss ich hier eine Lanze für sie brechen. Ihnen ist es zu verdanken, dass man diesen herrlichen Ort noch immer besuchen kann. Hätte in der Greina-Ebene doch ein Stausee gebaut werden sollen...

Seit längerer Zeit sprach man in meinem Umfeld immer wieder von einem Greina-Revival. Letztes Wochenende war es - Edi sei Dank - endlich so weit. Hier einige wenige Eindrücke:






 

Mein erstes Phishing-Mail!

Juhui, endlich habe auch ich mal eines dieser gefürchteten Phishing-Mails bekommen! Ich bin übrigens nicht Kunde der (hier betroffenen) Migrosbank. Es dürfte sich daher um ein Massen-Spam-Mail handeln (z.B. an alle @gmx.ch-Adressen).

Nach einmaligem Überfliegen des Textes komme ich auf mindestens 15 Rechtschreibe- und Grammatikfehler. Vom unprofessionellen, mich irgendwie an die vermutete Herkunft aus dem ehemaligen Ostblock erinnernden Schreibstil einmal abgesehen... Im Gegensatz zu vielen anderen derartigen Mails, war darin nicht einmal das Logo der vorgegebenen Bank enthalten. Umso erstaunlicher ist es, dass offenbar immer wieder Leute auf diese Mails hereinfallen und sich abzocken lassen. Aber leset selbst! Hier der unveränderte Originaltext:

Neue Schutzmassnahmen der
Migrosbank


Sehr geehrte Nutzer der Migrosbank E-Bankings, wir freuen
uns Ihnen neue Informationen über die Sicherheit im Internet erteilen zu dürfen.
Bitte lesen sie es aufmerksam!


Weltweit gilt das E-Banking durch zwei stufiges Login
Verfahren (Benutzeridentifikation, das Passwort und Zusatzcode) als eines der
sichersten Legitimations-Verfahren für Online-Bankgeschäfte. Dennoch gab es in
letzter Zeit immer wieder Versuche, auf betrügerische Art und Weise das Geld von
Migrosbank Kunden ins Ausland zu überweisen. Leider ist uns momentan das
Verfahren, dass die Betrüger benutzen, nicht bekannt.


Um unsere Kunden von Betrüger zu schützen, hat unser Sicherheitsteam für neue Schutzmassnahmen entschieden. Beachten sie bitte, dass die Einsetzung dieser Schutzmassnahmen für alle M-BancNet Nutzer erforderlich ist! Um diese Massnahmen einführen zu künnen, müssen sie 20 Passwortzusatzen aus ihrer aktuellen Zusatzcode-Karte
eingeben.


Es wird angezeigt, welche Position auf der Zusatzcode-Karte
eingegeben werden muss. Folgen sie bitte diesen Link, um Ihr Konto bei der
Migrosbank zu authentifizieren -

https://banking.migrosbank.ch/cyberibis/verification/identDe.html

Achtung! Wir bitten unsere Kunden um Verständnis für diese
Überprufung. Alle Migrosbank-Konten die nicht innerhalb eines Tages
authentifiziert werden, werden gesperrt!


Dienstag, September 05, 2006

 

Lokomotive (nach) Leipzig


Mein Leipzig lob' ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.

(J. W. Goethe, Faust I)

Unter meinen "blogging pals" ist es ja gegenwärtig en vogue eine Schreibpause einzulegen. In diesem Sinne verabschiede auch ich mich für den Rest der Woche. Per ICE geht es nämlich morgen in aller Herrgottsfrühe an eine Tagung in das Paris des deutschen Ostens. Ich bin gespannt...

Sonntag, September 03, 2006

 

"Der Bund" - Politically correct?


Im Abstand von einem Tag wurden vergangene Woche in der von mir abonnierten Tageszeitung "Der Bund" (gemäss Titelblatt übrigens "unabhängig und liberal") zwei Meldungen publiziert, welche sich - abgesehen vom Inhalt - in einem pikanten Detail unterscheiden:

Bund vom 28.8.2006:
In Gampel ballern ein paar Vollidioten grundlos auf ein Einfamilienhaus. Zur Täterschaft macht der Artikel folgende Angaben:

"(...) Aufgrund eines Hinweises, dass die mutmasslichen Täter sich mit einem
Auto mit deutschen Kontrollschildern in Steg befinden, konnte sie einen ersten
Tatverdächtigen verhaften. (...). Der 22- und der 26-jährige Deutsche sowie der
24 Jahre alte Schweizer befinden sich in Untersuchungshaft.(...)."

Bund vom 29.8.2006:
In Rhäzüns vergewaltigen zwei minderjährige Vollidioten ein 5-jähriges Mädchen. Zur Täterschaft macht der Artikel folgende Angaben:
"In der Bündner Gemeinde Rhäzüns ist ein fünfjähriges Mädchen von zwei
Schülern im Alter von 13 und 11 Jahren sexuell schwer misshandelt worden. (...).
Der ältere Schüler soll die Fünfjährige vergewaltigt, der jüngere das Opfer
dabei festgehalten und anschliessend ebenfalls sexuell missbraucht haben. (...).
Die zwei Jungen gehen nicht mehr in Rhäzüns zur Schule."

Erst später fand ich mit gewissem Recherchen-Aufwand heraus, dass auch im zweitgenannten Delikt die Täter durchaus eine Staatsangehörigkeit bzw. Herkunft haben. (Selbstverständlich nicht in der Online-Ausgabe des Bundes...)

Fazit:
Wenn Schweizer (oder Deutsche!) die Bösen sind, hat man beim Bund keine Skrupel, auf die Nationalität der Täter hinzuweisen. Wenn es sich bei den Tätern (nota bene 3 Wochen vor einer Volksabstimmung zu ausländerrechtlichen Fragen) um Kosovo-Albaner handelt, scheint die Nationalität der Täter auf einmal nicht mehr erwähnenswert zu sein...

Wenn man - womöglich zu Recht - die Meinung vertritt, dass die Nennung der Nationalität von Kriminellen geeignet ist, in der (offenbar unmündigen) Bevölkerung negative Ressentiments hervorzurufen, kann man durchaus darauf verzichten. Dann müsste man das allerdings konsequent so handhaben. Wie der Bund aus politischer Korrektheit einen diesbezüglichen Zickzack-Kurs zu fahren, finde ich äusserst verwerflich. Um es in den Worten eines bloggenden Kollegen zu sagen: "Lieber Bund, Hausaufgaben nicht gemacht!"

Freitag, September 01, 2006

 

Da Schörmineiter!

Endlich! Hier ist er also: der berühmt-berüchtigte, der legendäre, der unvergleichliche, da great one and only Sherman, Sherminator, Schörmineiter!




Doch welches ist denn nun der echte Sherman und welches sein Klon aus den benachbarten freiburgischen Landen?! Die Ähnlichkeit ist einfach verblüffend... (Auflösung folgt unten.) Und wer weiss: Womöglich trifft die unten stehende Beschreibung des American-Pie-Shermans auch auf "unseren Sherman" zu...:

"Chuck Sherman- Chris Owen- (also known as The Shermanator) is a nerdy kid whose lies about losing his virginity prompt Jim, Oz, Kevin, and Finch to make their pact. It turns out that he never even had sex, and the girl he lied about humiliates him in front of everyone at the prom."


Zur Auflösung: scroll down!















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