Samstag, Dezember 01, 2007
Die Misere des Blicks

Der seit Jahren andauernde Niedergang der Leserzahlen von Blick und Sonntagsblick - ein Trend der längst vor dem Auftauchen der Gratiszeitungen einsetzte - lässt sich mit wenigen Worten und ganz einfach begründen. Daniela Niederberger in der aktuellen Weltwoche:
"Die Blätter [Blick und Sonntagsblick] haben es sich in den letzten Jahren mit vielen verdorben: mit der Wirtschaft, deren Exponenten als die Bösewichte unserer Zeit dargestellt wurden, als raffgierige Abzocker und Heuschrecken. Worauf mit Ausnahme von Hellsehern und Geistheilern bald niemand mehr im Blick inserierte. Mit der Politik, insbesondere mit der SVP. Freude am wirschaftsfeindlichen Kurs hatten wohl nur die Gewerkschaften und die Sozialdemokraten, doch die lesen den Blick nicht."
Dass die beiden Blicks nun ihren politischen Kurs radikal ändern werden, wage ich hingegen zu bezweifeln. So lange der Cüpli-Sozi und Möchtegern-Intellektuelle Frank A. Meyer im Hause Ringier die Graue Eminenz gibt, ist ein Kurswechsel auf eine vernünftige politische Linie kaum möglich...
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Im Blick wird also kaum mehr inseriert, weil die Zeitung zu "links" sei? Chabis.
Im Blick wird nicht mehr (soviel) inseriert, weil es mittlerweile mit 20minuten und heute zwei Gratiszeitungen gibt, die sich das Zielpublikum mit dem Blick teilen und eine deutlich grössere Reichweite haben.
Den Werbeplanern, die die Werbung treibenden Unternehmen beraten und Inseratestrategien entwerfen, ist die politische Ausrichtung eines Blattes herzlich egal - Hauptsache, die vom Auftraggeber avisierte Zielgruppe kriegt die Werbung zu Gesicht.
Das Problem ist für Blick also nicht die politische Ausrichtung, sondern die stetig abnehmenden Leserzahlen wegen den Gratisblättern.
Im Blick wird nicht mehr (soviel) inseriert, weil es mittlerweile mit 20minuten und heute zwei Gratiszeitungen gibt, die sich das Zielpublikum mit dem Blick teilen und eine deutlich grössere Reichweite haben.
Den Werbeplanern, die die Werbung treibenden Unternehmen beraten und Inseratestrategien entwerfen, ist die politische Ausrichtung eines Blattes herzlich egal - Hauptsache, die vom Auftraggeber avisierte Zielgruppe kriegt die Werbung zu Gesicht.
Das Problem ist für Blick also nicht die politische Ausrichtung, sondern die stetig abnehmenden Leserzahlen wegen den Gratisblättern.
Es sind eben nicht nur die Gratisblätter! Den Auflagenzenit erreichte der Blick Ende der 80er Jahre, nota bene zu einer Zeit als der Blick (wie alle erfolgreichen Boulevardzeitungen) eine Mitte-rechts Linie fuhr und LANGE bevor die erste Gratiszeitung auf den Markt kam! Danach gings mit der Auflage stetig abwärts...
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